Di. 25.09.2018 / 20:00

THE HAPPY PRINCE OmU/ English Cinema

Die letzten Lebensjahre des großen irischen Dichters Oscar Wilde.

©2018 Concorde

Der Titel des Films bezieht sich auf die im Jahr 1888 erschiene Sammlung von fünf Kunstmärchen des Schriftstellers mit dem Titel “Der glückliche Prinz und andere Märchen“. Nahezu 10 Jahre später war Wilde gesundheitlich schwer angeschlagen aus der Haft entlassen worden. Am gleichen Abend floh er vor der gesellschaftlichen Ächtung als Homosexueller nach Paris und betrat nie wieder britischen Boden. Der Film porträtiert einfühlsam den Lebemann mit selbstzerstörerischen Neigungen und stellt seine Epoche in  opulenten Bildern und anspruchsvoller Sprache dar.

Sa. 29.09.2018 / 13:00

BABYLON BERLIN – Staffel 1

Wir freuen uns sehr auf zwei intensive BABYLON BERLIN-Tage mit Ihnen und unserem Ehrengast Tom Tykwer, der ganz sicher zu diesem Mammut-Werk viele interessante Details zu erzählen hat.

Frédéric Batier X Filme 2017

Liebe Filmfreunde,

willkommen zu dem „gigantischen Serienmeisterwerk“, willkommen „in der Stadt der Sünde“, willkommen zur exklusiven Sonderaufführung von BABYLON BERLIN auf der Kinoleinwand im FILMFORUM des Stadttheaters Landsberg am 29. und 30. September.

Berlin im Frühjahr 1929: Eine Metropole in Aufruhr. Ökonomie und Kultur, Politik und Unterwelt – alles befindet sich in radikalem Wandel. Spekulation und Inflation zehren bereits an den Grundfesten der immer noch jungen Weimarer Republik. Wachsende Armut und Arbeitslosigkeit stehen in starkem Kontrast zu Exzess und Luxus des Nachtlebens und der überbordenden kreativen Energie der Stadt.

Auf der Basis der international erfolgreichen Bestseller-Serie von Volker Kutscher erzählt BABYLON BERLIN in 16 Episoden das ganze Panoptikum der aufregendsten Stadt der Welt in den 1920er Jahren zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst, Emanzipation und Extremismus. Als Regisseure und Autoren zeichnen Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries verantwortlich. In den Hauptrollen sind Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Richter zu sehen. BABYLON BERLIN wurde inzwischen mit allen bedeutenden Fernseh-Auszeichnungen bedacht und weltweit in über 100 Länder verkauft.

Die Autoren und Regisseure betonen die Aktualität der Serie: „In den 20er Jahren ist vorwiegend Party-Stimmung. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg sind die Väter nicht zuhause und die Söhne und Töchter tanzen auf den Tischen. Möglich ist dies durch die Abwesenheit von Autorität, wie in Berlin nach dem Mauerfall. Aber dann, gegen Ende der Zwanziger geht es immer mehr Leuten zu schnell, die Welt wird zu verwirrend, zu unübersichtlich und der Ruf nach der eisernen Faust wird lauter und lauter. Im Laufe unserer Arbeit an BABYLON BERLIN glich sich die Welt immer mehr dieser Stimmung an. Unsere Serie ist von nahezu zwingender Aktualität.“

So. 30.09.2018 / 11:00

Babylon Berlin – Staffel 2

Wir freuen uns sehr auf zwei intensive BABYLON BERLIN-Tage mit Ihnen und unserem Ehrengast Tom Tykwer, der ganz sicher zu diesem Mammut-Werk viele interessante Details zu erzählen hat.

Frédéric Batier X Filme 2017

Liebe Filmfreunde,

willkommen zu dem „gigantischen Serienmeisterwerk“, willkommen „in der Stadt der Sünde“, willkommen zur exklusiven Sonderaufführung von BABYLON BERLIN auf der Kinoleinwand im FILMFORUM des Stadttheaters Landsberg am 29. und 30. September.

Berlin im Frühjahr 1929: Eine Metropole in Aufruhr. Ökonomie und Kultur, Politik und Unterwelt – alles befindet sich in radikalem Wandel. Spekulation und Inflation zehren bereits an den Grundfesten der immer noch jungen Weimarer Republik. Wachsende Armut und Arbeitslosigkeit stehen in starkem Kontrast zu Exzess und Luxus des Nachtlebens und der überbordenden kreativen Energie der Stadt.

Auf der Basis der international erfolgreichen Bestseller-Serie von Volker Kutscher erzählt BABYLON BERLIN in 16 Episoden das ganze Panoptikum der aufregendsten Stadt der Welt in den 1920er Jahren zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst, Emanzipation und Extremismus. Als Regisseure und Autoren zeichnen Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries verantwortlich. In den Hauptrollen sind Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Richter zu sehen. BABYLON BERLIN wurde inzwischen mit allen bedeutenden Fernseh-Auszeichnungen bedacht und weltweit in über 100 Länder verkauft.

Die Autoren und Regisseure betonen die Aktualität der Serie: „In den 20er Jahren ist vorwiegend Party-Stimmung. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg sind die Väter nicht zuhause und die Söhne und Töchter tanzen auf den Tischen. Möglich ist dies durch die Abwesenheit von Autorität, wie in Berlin nach dem Mauerfall. Aber dann, gegen Ende der Zwanziger geht es immer mehr Leuten zu schnell, die Welt wird zu verwirrend, zu unübersichtlich und der Ruf nach der eisernen Faust wird lauter und lauter. Im Laufe unserer Arbeit an BABYLON BERLIN glich sich die Welt immer mehr dieser Stimmung an. Unsere Serie ist von nahezu zwingender Aktualität.“

Mo. 01.10.2018 / 20:00

ISLE OF DOGS – ATARIS REISE

Zerzauste Hunde proben den Aufstand gegen ein faschistisches Regime.

©2018 twentieth century fox

Erzählt wird die Geschichte von Atari Kobayashi, dem 12-jährigen Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Kobayashi. Als durch einen Regierungserlass alle Hunde der Stadt Megasaki City auf eine riesige Mülldeponie verbannt werden, macht sich Atari allein in einem Miniatur-Turboprop auf den Weg und fliegt nach Trash Island auf der Suche nach seinem Bodyguardhund “Spots“. Dort freundet er sich mit einem Rudel Mischlingshunde an und bricht mit ihrer Hilfe zu einer epischen Reise auf, die das Schicksal und die Zukunft der ganzen Präfektur entscheiden wird. Nach “Der fantastisch Mr. Fox“ ist dies Wes Andersons zweiter Animationsfilm. Wieder erschafft der Regisseur ein detailreiches Universum, das seine ganz eigenen Wirklichkeiten und Gesetze entwickelt. Auch wenn böse Schurken auftreten und die Vierbeiner brutal jagen, bleibt der Film eine Fabel. Wundersamerweise verstehen wir die Tiere, während das, was die Menschen sagen, zum größten Teil übersetzt werden muss. Ataris skurrile Gefährten King, Duke, Rex, Bob und Chief konfrontieren uns mit den wesentlichen und alle betreffenden Fragen: „Wer sind wir? Und wer wollen wir sein?“. Für diesen wunderbaren Animationsfilm erhielt Wes Anderson im Februar 2018 auf der Berlinale den Silbernen Bären.

Mo. 08.10.2018 / 20:00

ES GEHT DURCH DIE WELT EIN GEFLÜSTER

Zeitzeugen der Münchener Revolution & Räterepublik 1918/19 berichten.

© Ulrike Bez

Zwischen dem 7. November 1918 und dem 1. Mai 1919 ändert sich das politische Gesicht Bayerns vollständig. In München, dem Hauptschauplatz des Umbruchs wird die Monarchie gestürzt. In der Nacht zum 8. November in der ersten Sitzung der Arbeiter- und Soldatenräte ruft Kurt Eisner den „Freistaat Baiern“ aus und wird erster Ministerpräsident: „Die Dynastie der Wittelsbacher ist abgesetzt und „Baiern“ ist fortan ein Freistaat!“ In der Folge kämpfen revolutionäre und konservativ-reaktionäre Kräfte ein halbes Jahr lang mit allen Mitteln um die Macht. Die Räterepublik wird mit äußerster Gewalt niedergeschlagen.

Diese ungewöhnlich und gut recherchierte Doku der Autorin und Regisseurin Ulrike Bez ist mit 50 Minuten der erste Teil dieses Abends dem sich ein Gespräch mit der Regisseurin und der Historikerin Dr. Edith Raim anschließt. Danach ist ein Austausch mit dem Publikum vorgesehen. Wir hoffen auf eine rege Teilnahme und wünschen einen intensiven Abend.

Ulrike Bez

Dr. Edith Raim

Di. 09.10.2018 / 20:00

OTEZ-MOI D´UN DOUTE / EINE BRETONISCHE LIEBE OmU Cinema Français

Eine kunstvolle Komödie über die großen Themen der menschlichen Existenz.

©2017 Arsenal Filmverleih

Jede Familie hat ihre Geheimnisse, lebt mit den kleinen und großen Lügen, den Brüchen des eigenen Daseins. Die einen halten sie unter der Oberfläche der bürgerlichen Existenz verborgen, andere tragen sie offen zur Schau und wieder andere wissen gar nichts von den eigenen Geheimnissen – so wie Erwan. Er ist Bombenentschärfer. Einst rettete er Leben in den Kriegsregionen dieser Welt, doch als seine Frau starb, kehrte er nach Frankreich zurück, um sich um die gemeinsame Tochter Juliette zu kümmern. Die ist nun erwachsen – und schwanger. Von wem, weiß sie nicht oder gibt vor, es nicht zu wissen. Um einen genetischen Defekt auszuschließen, den einige Familienmitglieder tragen, machen sie und Erwan einen DNA-Test. Der bringt zutage, dass der Mann, den Erwan seit mehr als 40 Jahren für seinen Vater gehalten hat, gar nicht sein biologischer Vater ist. Selten hat jemand mit so viel Witz und Ernsthaftigkeit zugleich von den Tragödien der menschlichen Existenz erzählt. Banale Familiengeschichten? Die gibt es nicht – schon gar nicht so klug und schön erzählt.

Mo. 15.10.2018 / 20:00

TRANSIT

Christian Petzold hat den Roman von Anna Seghers verfilmt.

© 2018 Schramm Film

Anna Seghers´ Roman “Transit“ handelt von der Flucht vor den Nazis. Christian Petzold hat das Buch verfilmt, als spiele es in der absoluten Gegenwart. Das ist erschreckend plausibel. Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat: ein Manuskript, Briefe, die Zusicherung eines Visums durch die mexikanische Botschaft. In der Hafenstadt darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Einreisegenehmigungen für die möglichen Aufnahmeländer werden gebraucht. Georg nimmt die Identität von Weidel an, versucht eine der wenigen Schiffspassagen zu ergattern. Schauplatz des Films ist das heutige Marseille, in dem sich die Figuren aus der Vergangenheit bewegen. Geflüchtete von damals treffen auf Geflüchtete von heute, die Geschichte trifft auf die Gegenwart, und alle Erzählungen verbinden sich zu einem ewigen Transitraum. „Eine Windstille der Geschichte“ spüre er darin, sagt Christian Petzold. Unbedingt sehenswert!

Mo. 22.10.2018 / 20:00

FOXTROT

Ein tiefgreifendes Nachdenken über den palästinensisch-israelischen Konflikt.

© NFP marketing & distribution Foto Giora Bejach

Ein Klopfen an der Tür verändert das Leben des wohlsituierten Tel Aviver Architekten Michael und seiner Frau Dafna. Die Nachricht vom Tod ihres Sohnes Jonathan, der gerade seinen Militärdienst leistet, wirft Leben, Psyche und Ehe des Paares aus der Bahn. Getrieben von tiefer Trauer und Verständnislosigkeit entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut, geprägt von Unsicherheiten und Traumata. Doch plötzlich nimmt die Geschichte eine unvorhersehbare Wendung, die das Schicksal der ganzen Familie in eine neue Richtung lenkt. Neben den Elementen des Antikriegs-Dramas und einer Tragikomödie beinhaltet der Film auch Elemente eines Familiendramas, ist dabei aber durchgehend mit einem speziellen Humor und einer gewissen Satire gespickt. Von der internationalen Kritik gefeiert und mit zahlreichen Auszeichnungen auf den internationalen Filmfestivals (Venedig, Toronto, Sundance) prämiert, wurde der Film zunächst sehr umstritten aufgenommen, vor allem in Israel, erhielt aber im Laufe der Rezeption die hochverdiente Anerkennung.

Di. 23.10.2018 / 20:00

SONDERVERANSTALTUNG – KÖNNTE NICHT MEHR BESSER SEIN

Ein Film von Mirjam Kendler & Fabian Exter Eine Produktion in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Landsberg / gefördert von Aktion Mensch

© Mirjam Kendler

Theater mit einem ganz besonderen Ensemble – auch jenseits der Bühne. Wünsche und Träume entstehen… Ein feinfühliger Dokumentarfilm, der die Herzen berührt ohne sentimental zu sein – der Mut macht und positiv stimmt. Der Zuschauer bekommt einen ungefilterten Einblick in die Lebenswelten der einzelnen Darsteller. Uwe (52) und Fabian (30) stehen im Mittelpunkt. Fabian, der sich so souverän auf der Bühne bewegt und ganz natürlich vor der Kamera steht, malt beeindruckende Bilder und schreibt Gedichte, aber kommt bei der Bedienung eines Fahrkartenautomaten an seine Grenzen. Der Film zeigt, wie die Proben den beiden und weiteren Schauspielkollegen der „Lebenshilfe“, zu mehr Selbstvertrauen verhelfen und wie es „einen puscht und Lebensfreude gibt“, wie Uwe es formuliert. Uwe hatte vor zehn Jahren einen lebensverändernden Unfall. Er erzählt seine Geschichte und wir erleben seinen grenzenlosen Optimismus – könnte nicht mehr besser sein – eben…

Eintritt Frei, Spenden sind erwünscht.

Mo. 29.10.2018 / 20:00

IN DEN GÄNGEN

Eine Supermarkt-Tragikomödie über den menschlichen Mikrokosmos zwischen den Regalen.

©-2018-Zorro-Film.jpg

Der wunderbare Film erzählt von einer zarten Liebe, die in dem geschützten Kosmos eines Großmarkts, inmitten einer Atmosphäre von familiärer Freundschaft und Zugehörigkeit, gedeiht und außerhalb des Marktes keine Chance hätte. Christian ist neu im Großmarkt. Schweigend taucht er in das unbekannte Universum ein: die langen Gänge, die ewige Ordnung der Warenlager, die surreale Mechanik der Gabelstapler. Bruno, der Kollege aus der Getränkeabteilung, nimmt sich seiner an, zeigt ihm Tricks und Kniffe, wird ein väterlicher Freund. Und dann ist da noch Marion von den Süßwaren, die ihre kleinen Scherze mit Christian treibt. Als er sich in sie verliebt, fiebert der ganze Großmarkt mit. Doch Marion ist verheiratet – nicht sehr glücklich, wie es heißt. Plötzlich ist sie krankgeschrieben. Christian fällt in ein tiefes Loch. Sein altes, elendes Leben droht ihn wieder einzuholen. Der Film öffnet den Blick für die Lebenswelt eines einfachen Angestellten in der Provinz. In streng komponierten Bildern entfaltet sich eine Choreografie von Menschen und Dingen, Realität, Sehnsucht und Traum. Alltägliches verwandelt sich in magischen Realismus, der über die zarte Liebesgeschichte hinaus vorsichtig auf das Prinzip Hoffnung verweist.