Mo. 29.10.2012 / 20:00

take shelter / ein sturm zieht auf

eine apokalyptische vision

Ein Mann, der mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in einer Provinzstadt im amerikanischen Mittelwesten lebt, wird plötzlich von bizarren Alpträumen und bedrohlichen Visionen geplagt. Er fürchtet um seine Existenz und sieht sich und seine Familie am Ende einem gewaltigen Sturm gegenüber. Mit der Zielstrebigkeit eines Mannes, der es gewohnt ist, Probleme beim Schopf zu fassen, sucht er nach rationalen Erklärungen für seine Leiden. Bis zum Schluss lässt der Film jedoch in der Schwebe, ob der Protagonist ein Visionär oder ein Wahnsinniger ist. TAKE SHELTER erzählt eindringlich von der Last eines einfachen Mannes, der fürchtet, in dieser Welt den an ihn gestellten Erwartungen nicht mehr gerecht werden zu können. Die Tragik liegt darin, dass er alles tut, um seine Familie zu  s c h ü t z e n  und ihre Sicherheit genau dadurch aufs Spiel setzt. Gewaltige Stürme und das Ende der Welt befinden sich für gewöhnlich fest in den Händen des Mainstream-Kinos. Hier aber verschieben sich die Parameter klar in Richtung ambitioniertes Autorenkino.