Mo. 14.10.2013 / 20:00

das Wochenende

drama über die Rückkehr eines ehemaligen raf-terroristen

In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Bernhard Schlink lässt Regisseurin Nina Grosse alte und neue Lebensentwürfe und Ideale in einer kleinen Gruppe alter Freunde aufeinanderprallen.  Es ist wie eine Zeitreise: Das ehemalige RAF-Mitglied Jens Kessler wird nach 18 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Die Welt hat sich weitergedreht, die RAF sich aufgelöst und auch Jens Freunde haben sich verändert. Seine Ex-Freundin lebt mit ihrem neuen Mann in Berlin. Sie genießen ein kultiviertes und bequemes Leben zwischen Vernissagen, Lesungen und Bio-Delikatessen. Jens hat sich jedoch wenig verändert und glaubt noch immer daran, das Richtige getan zu haben. Eine eindrucksvolle Verhaltensstudie einer Generation: Menschen, die sich einmal sehr nahe standen und nun scheinbar in völlig unterschiedlichen Welten leben. Ideale und Emotionen die man einmal hatte, wurden zugunsten von Karrieren und scheinbarem Wohlleben aufgegeben. Das ausgezeichnete Darsteller-Ensemble leistet Großes!