Fr. 29.03.2013 / 20:00

stille seelen

Ein russisches Roadmovie voller Poesie und Sinnlichkeit

Als Miron seine Frau Tanja verliert, lässt die Trauer alte Erinnerungen an seine Eltern und seine Herkunft aufkommen. Um sich seiner Identität zu versichern beschließt er, Tanjas Körper an einem weit entfernten Ort am Ufer des Flusses zu verbrennen, an dem sie miteinander glücklich waren. Dazu braucht er die Hilfe ihres gemeinsamen Freundes Aist. Eine Reise mit der Erinnerung an Tanja beginnt, eine Suche nach einer neuen Heimat. Im Land dieser Flussmenschen gibt es nur zwei Götter: den Fluss und die Liebe. Verhaltene Dialoge und Off-Kommentare voller Lyrik und Geheimnis, dazu eine wunderbar unaufdringlich die Natur und das soziale Umfeld einfangende Kamera, und nicht zuletzt die beiden Hauptdarsteller geben der Ballade eine ungemeine Kraft. Der ganze Film atmet die Schönheit eines surrealistischen Gedichts und strahlt einen tiefen Frieden aus. Er erhielt in Venedig 2011 den Preis der Internationalen Filmkritik und für die beste Kamera.