Mo. 21.10.2013 / 20:00

the place beyond the pines

Eine herausragende Studie über Schuld, Verantwortung und Wiedergutmachung

Der Film beginnt mit einer beeindruckenden Plansequenz: der Motorrad-Stuntman Luke bereitet sich auf seinen Auftritt bei einer Jahrmarkt-Provinzshow vor, nimmt Aufstellung mit seinen beiden Kollegen, und nacheinander steuern sie ihre Maschinen in einen kugelförmigen eisernen Käfig, in dem sie dann auf engstem Raum ihre Bahnen umeinander ziehen. Ein Bild, das zugleich von Raserei und Kontrolle, von Irrsinn und Präzision erzählt. Nach der Show begegnet er einer Frau wieder, mit der er einst einen One-Night-Stand hatte. Und als er erfährt, dass er der Vater ihres kleinen Sohnes ist, beschließt er, Verantwortung zu übernehmen. Da er mit ehrlicher Arbeit nicht genug verdient, um seinen Sohn zu unterstützen, setzt er auf sein besonderes Talent, das Motorradfahren, und wird zum Bankräuber auf zwei Rädern. Bei den waghalsigen Überfällen wird  Luke eines Tages durch den Polizisten Avery gestellt. Was beide Männer diesseits und jenseits des Gesetzes nicht ahnen können: Sie haben für die Zukunft ihrer Söhne folgenschwere Weichen gestellt. Mit einem großen zeitlichen Sprung  werden diese zu den Hauptfiguren des zweiten Handlungststranges, eng mit der Vorgeschichte verknüpft. Sämtliche Rollen sind mit ausgezeichneten Darstellern besetzt – das allein schon macht den Film zu einem großen Erlebnis.