Mo. 01.12.2014 / 20:00

DALLAS BUYERS CLUB

Ein vielfach ausgezeichnetes Filmdrama zum World-AIDS-Tag

Der Film basiert auf der Lebensgeschichte eines AIDS-Patienten, der in den 1980ern nicht-genehmigte Medikamente von Mexiko nach Texas schmuggelte: Nach einem Arbeitsunfall erhält der Elektriker Ron Woodroof in einer Klinik die Diagnose, mit HIV infiziert zu sein. Der behandelnde Arzt schätzt Woodroofs Lebenserwartung auf nur noch 30 Tage ein. Der Patient will die Diagnose nicht akzeptieren und flieht aus der Klinik. Bei wiederholten Aufenthalten in Mexiko erhält er von einem amerikanischen Arzt ohne Zulassung Medikamente, die in den USA nicht zugelassen sind, aber bei behandelten Patienten Erfolge zeigen. Weil ihm die alternativen Medikamente so gut helfen, möchte Woodroof sie auch anderen erkrankten Menschen zugänglich machen. Nicht allein aus Menschenfreundlichkeit, sondern auch zum Lebensunterhalt. Er beginnt, sie von Mexiko in die USA zu schmuggeln. Der Verkauf ist jedoch illegal und mit sehr hohen Strafen belegt. Beraten von einem befreundeten Rechtsanwalt gründet er für eine Käufergemeinschaft den “Dallas Buyers Club“, in dem gegen einen hohen monatlichen Mitgliedsbeitrag die nicht zugelassenen Medikamente verschenkt werden, was nicht strafbar ist. Die differenzierte Hauptfigur erweist sich als die wichtigste Qualität des Films. Durch ihn und die weiteren Darsteller wird aus einem beachtlichen Film ein auch emotional nachhaltiges Kino-Erlebnis.