Mo. 05.05.2014 / 20:00

WOODSTOCK IN TIMBUKTU – DIE KUNST DES WIDERSTANDS

Ein Musikfestival in der Sahara, das für den Erhalt der nomadischen Kultur eintritt

Das inzwischen elfte internationale Festival fand 2011 in den Sanddünen von Timbuktu in Mali statt. Dazu eingeladen haben Tuareg oder besser gesagt Kel Tamaschek, wie sich die Sahara-Nomaden selbst nennen. Drei Tage und Nächte bietet das Musik–Festival eine ideale Plattform für die Begegnung mit dem legendären Wüstenvolk, das sich nicht erst in Zeiten der Globalisierung zum Widerstand aufgerufen fühlt. International bekannte Musiker der Kel Tamaschek stellen sich dieser Herausforderung mit Texten und Liedern: BOMBINO macht weltweit Karriere. Ihr Sänger Oumara gilt in den USA als Jimi Hendrix der Sahara. TARTITT ist eine Frauenband. Sie begannen in einem Flüchtlingslager gegen die lähmende Trostlosigkeit des Exils zu musizieren. In ihren Liedern geht es um Sehnsucht und Liebe. AMANAR wehrt sich in seinen Liedern gegen eine zunehmende Diskriminierung, die sein Volk erfährt. Wenn man den Klang des Wüsten-Blues der Tuareg-Musiker hört, die im Jahr 2000 ihre Gewehre gegen E-Gitarren und Trommeln austauschten, möchte man eigentlich immer sofort dort sein, wo diese Musik zu Hause ist.