So. 13.12.2015 / 20:00

DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER

Ein Kampf gegen die Verdrängung der Nachkriegszeit und die Aufarbeitung des Nationalsozialismus.

Der im Jahr 1903 als Sohn jüdischer Eltern geborene Fritz Bauer wurde bereits im Alter von 27 Jahren zum jüngsten Amtsrichter im Deutschen Reich ernannt. Nachdem er 1933 von der Gestapo festgenommen und aus dem Staatsdienst entlassen wurde, war er acht Monate lang im KZ Heuberg inhaftiert. 1936 gelang ihm die Flucht aus Deutschland. 1949 kehrte er zurück und trat ein Jahr später die Stelle als Generalstaatsanwalt in Braunschweig an. 1956 folgte die Berufung zum hessischen Generalstaatsanwalt in Frankfurt am Main, ein Amt, das er bis zu seinem Tod 1968 ausübte. Während seiner Amtszeit kämpfte Bauer unablässig dafür, die Verbrechen des Naziregimes vor Gericht zu bringen, um somit den Aufbau eines neuen demokratischen Rechtsstaates zu ermöglichen.