Mo. 11.01.2016 / 20:00

GEGENSCHUSS – AUFBRUCH DER FILMEMACHER

Dokumentarfilm über den “Filmverlag der Autoren“ und den Neuen Deutschen Film

Einen faszinierenden Blick in die Umbruchphase der deutschen Filmwirtschaft und auf das Erwachen des künstlerisch anspruchsvollen Films aus seinem Restaurationsschlaf wirft diese Doku mit kurzweiligen Zeitzeugnissen und Filmausschnitten. 1971 gründeten 13 Filmemacher in München den Filmverlag der Autoren, der einige der bedeutendsten, auch im Ausland hochgeschätzten Werke produzierte und in die Kinos brachte. So bot der Verlag etwa Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Wim Wenders, Alexander Kluge, Helma Sanders-Brahms, Werner Schroeter und  vielen weiteren Filmschaffenden eine Plattform. Es folgt eine Blütezeit des deutschen Films, die weltweit Anerkennung findet. Im Februar 1977 beteiligt sich Rudolf Augstein, der Herausgeber des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, als Privatperson mit 55 Prozent des Gesellschaftskapitals und rettet damit den Filmverlag der Autoren vor der Zahlungsunfähigkeit. 1986 verkauft er seine Anteile an die Futura Film.  1999 übernimmt die Kinowelt Medienwelt AG den Filmverleih der Autoren. 2009 erscheint bei Arthaus eine aus 50 DVDs bestehende “Filmverlag der Autoren Edition“. Filmausschnitte, Interviews und teilweise noch unveröffentlichte Archivaufnahmen verweben die Filmemacher Laurens Straub und Dominik Wessely zu der Geschichte über Aufstieg und Fall des Filmverlags der Autoren, die über alle Ingredienzien einer großen Kinoerzählung verfügt: Freundschaft, Erfolg, Eifersucht, Zerstörung, Tod.

Nach der Aufführung würden sich unsere Gäste Veith von Fürstenberg, Gründungsmitglied des Filmverlags der Autoren, und der Filmhistoriker Robert Fischer über ein Gespräch mit dem Publikum freuen.