Mo. 09.02.2015 / 20:00

IDA

Gewinner des “Europäischen Filmpreises LUX“ 2014

Der polnisch-dänische Spielfilm des polnischen Regisseurs Pawel Pawlikowski erzählt von der doppelten Reise der jungen Novizin Anna zu ihrer Vergangenheit und durch das Polen der 1960er Jahre und handelt vom Spannungsfeld zwischen Sozialismus, Antisemitismus und Katholizismus. Die Novizin Anna, die früher Ida hieß, bereitet sich auf ihr Gelübde vor. Sie ist bis zu diesem Zeitpunkt in einem Waisenhaus aufgewachsen. Auf Bitten der Oberin soll sie vor dem Gelübde noch einmal ihre Tante Wanda, ihre letzte Verwandte, besuchen. Die Tante war nach dem Zweiten Weltkrieg als „Rote Wanda“ eine unerbittliche Richterin. Bei Annas Besuch konfrontiert die Tante sie mit ihrer Vergangenheit: Anna ist die geborene Jüdin Ida Lebenstein und ihre Eltern fielen dem Holocaust zum Opfer. Auf der Suche nach dem Grab der Eltern begeben sich die beiden Frauen auf eine Reise durch Polen, die das Leben der beiden Frauen tiefgreifend verändert. In diesem stillen, leuchtenden Film ist viel von Lebenshunger zu spüren – und ebenso viel von der Verzweiflung, die darunter liegt.