Mo. 06.07.2015 / 20:00

SELMA – MARTIN LUTHER KING

Mitreißendes Politdrama um die Protestmärsche Martin Luther Kings

Der Film beginnt mit dem Attentat auf die Baptist Church am 15. September 1963, bei dem vier farbige Mädchen ums Leben kommen. Anschließend wird die Verleihung des Friedensnobelpreises 1964 an Martin Luther King gezeigt. Nach seiner Rückkehr reist King in die Stadt Selma in Alabama. Hier kämpft eine Organisation von Studenten, für die Wählerregistrierung von Schwarzen, die vielen in den Südstaaten verweigert wird. Es kommt zu einer Demonstration, nach deren gewaltsamer Auflösung ein junger Demonstrant von einem Polizisten erschossen wird. Ein weiterer Protestmarsch von Selma aus in die Hauptstadt Alabamas Montgomery wird von der Polizei gewaltsam niedergeknüppelt. Ein weißer Pastor wird auf der Straße erschlagen. Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, entscheidet sich King, umzukehren. Vergebens versucht er, seinen Einfluss bei Präsident Lyndon B. Johnson geltend zu machen. Aufgrund der enormen medialen Aufmerksamkeit wird ein weiterer Marsch von Selma nach Montgomery von der Nationalgarde eskortiert und die Bürgerrechtler gelangen bis zur Hauptstadt. Nach weiteren Protesten im gesamten Land lenkt der Präsident ein und verabschiedet Gesetze, die den Afroamerikanern gleiche Rechte bei US-Wahlen gewährleisten. Ava DuVernay, die erste schwarze Regisseurin, wurde für ihre Inszenierung mit vielen Preisen bedacht. Eine darstellerische Offenbarung ist Hauptdarsteller David Oyelowo, der sowohl das elektrisierende Charisma Kings als auch seine Selbstzweifel eindringlich vermittelt.