Di. 21.06.2016 / 20:00 Uhr

BRIDGE OF SPIES / VHS English Cinema OmU

Die historischen Ereignisse um den ersten Agentenaustausch in Ostberlin 1962.

Steven Spielberg ist ein Meister der Exposition. Seine Eröffnungssequenz zu „Der Soldat James Ryan“ (mit Tom Hanks in der Titelrolle) ging in die Filmgeschichte ein. Sein neuer Film fängt gelassener an, weil es hier um einen ganz anderen, verdeckten, nämlich den Kalten Krieg geht. Einige FBI-Agenten beschatten im New York des Jahres 1957 einen Mann, der ihnen im Gedränge zu entkommen droht. Der Verfolgte taucht wieder auf, als die Bundespolizisten ihn bereits aufgegeben hatten. Der Verfolgte, mit dessen Gelassenheit sich die Kamera zu verbünden scheint, ist keineswegs der Held des Films, sondern Rudolf Abel, ein sowjetischer Spion, großartig gespielt von Mark Rylance – der dafür den Oscar als bester Nebendarsteller erhielt. Als ihn die Behörden vor Gericht stellen, wird der Versicherungsanwalt James Donovan (wieder Tom Hanks) als Pflichtverteidiger unter Vertrag genommen. Der couragierte Verteidiger nimmt sein Mandat ernster als man es erwartet hatte. In zweiter Instanz gelingt es ihm, das erwartete Todesurteil in  eine Freiheitsstrafe umzuwandeln. Er überzeugt den Richter, dass Abel als Tauschware im Agentengeschäft von größerem Nutzen sei, als auf dem elektrischen Stuhl. Einige Zeit später wird ein amerikanisches Spionageflugzeug  abgeschossen und der Pilot in der UdSSR vor Gericht gestellt. Nun soll Donovan in Berlin den Agentenaustausch aushandeln.