So. 11.12.2016 / 20:00

DIE GETRÄUMTEN

Im Zentrum stehen Ingeborg Bachmann und Paul Celan.

Um Liebe und Hass, um richtige und falsche Worte geht es in diesem großartigen Film: Ingeborg Bachmann und Paul Celan haben sich im Nachkriegs-Wien kennen gelernt, ihr intensiver Briefwechsel zwischen 1948 und 1967 bildet die Textgrundlage. Zwei junge Schauspieler, Anja Plaschg und Laurence Rupp, treffen sich in einem Tonstudio, um daraus zu lesen. Die dramatisch schwankenden Gefühle der Briefe – zwischen Rausch und Zweifel, Sehnsucht und Erschrecken, Nähe und Eifersucht – gehen auf die Schauspieler über. Aber sie amüsieren sich auch, streiten, rauchen, reden über Musik und die Welt. Ob die Liebe damals oder die Liebe heute, ob Inszenierung oder Dokumentation: Wo die Ebenen verschwimmen, schlägt das Herz dieses Films. Bei der DIAGONALE 2016 wurde der Film als bester Spielfilm ausgezeichnet.