Mo. 27.06.2016 / 20:00 Uhr

LOVE & MERCY

Filmporträt von Beach Boy Wilson: Das Leben des Brian.

Als Kind wurde Brian Wilson von seinem Vater, dem späteren Manager der Familienband „Beach Boys“ so heftig geschlagen, dass er auf einem Ohr taub blieb. In Bill Pohlads Musiker-Porträt, in dem vieles anders ist als in klassischen Biopics, begegnet man Brian Wilson erst, als er schon ein junger Mann ist. Der Film beginnt  mit einer wilden Fahrt durch seinen Gehörgang. Dort spielen sich spektakuläre Dinge ab. Doch nicht nur Dämonen suchen den Musiker in Form von Geräuschen und Halluzinationen heim, er hört auch die himmlischen Töne jener zauberhaften Musik , die sich unter anderem in seinem Meisterwerk, dem Beach-Boys-Album “Pet Sounds“ von 1966 manifestiert. Wie nähert man sich einem solchen Titanen, der heute in einem Atemzug mit den Großen des American Songbooks genannt wird? Regisseur Bill Pohlad gelingt es, den Prozess des Komponierens vom ersten Ton bis zur fertigen Orchesterversion mit Klängen, Bild-Montagen und Impressionen in kongenialer Weise auch emotional nachvollziehbar zu machen. Ein stimmiges Bild des Enigmas Brian Wilson, der, gemeinsam mit seiner Ehefrau Melinda Ledbetter, den Regisseur beim Dreh sensibel unterstützte.