Mi. 25.01.2017 / 20:00

SONITA

Das intensive Porträt einer jungen Rapperin gegen die Zwangsheirat.

Sonita ist 19 Jahre alt, stammt aus Afghanistan und flüchtete mit ihrer Familie vor den Taliban in den Iran. Hier lebt sie als illegale Migrantin ohne Rechte, offizielle Schulbildung und Papiere. Sonita hat Talent und möchte Sängerin werden. Im Iran ist es verboten, als Solo-Künstlerin zu singen. Trotzdem sucht sie in Teheran nach einem Studio, um ihren ersten Song über Kinderarbeit aufzunehmen. Dabei wird die Dokumentarfilmerin Rokhsareh Ghaem Maghami auf Sonita aufmerksam und folgt ihr mit der Kamera, um ihre Lebensumstände und ihren Kampf um Selbstverwirklichung zu dokumentieren. In ihrem spärlichen Zuhause im Teheraner Ghetto verfolg Sonita mit Zuversicht und positiver Energie ihr Ziel, eine berühmte Rapperin zu werden. Doch liegt ein dunkler Schatten über ihrer Zukunft: die verarmte Familie plant, sie an einen ihr fremden Ehemann in Afghanistan zu verkaufen. Doch davor kann die Dokumentarfilmerin Sonita bewahren und vermittelt ihr die Möglichkeit, trotz Verbot ein Musikvideo aufzunehmen und auf YouTube zu stellen. Es wird ein furioser Aufruf gegen die Zwangsarbeit und für die Selbstbestimmung muslimischer Frauen. Der Song erhält weltweite Aufmerksamkeit, die das Leben von Sonita entscheidend verändern wird. Der Film erhielt auf dem letzten Sundance Filmfestival den Großen Preis der Jury und den Zuschauerpreis.