Mo. 14.11.2016 / 20:00

TSCHICK

Fatih Akin verfilmte den preisgekrönten Bestseller von Wolfgang Herrndorf.

Berlin, zu Beginn der Sommerferien: der 14-jährige Maik stammt aus einem scheinbar gutsituierten, aber insgeheim zerrütteten Elternhaus. Seine Mutter ist alkoholabhängig und lässt sich regelmäßig in eine Entzugsklinik einweisen. Maiks gewalttätiger Vater, ein Immobilienmakler, will lieber den Urlaub mit seiner jungen „Assistentin“ verbringen und lässt den Sohn mit 200 Euro allein in der elterlichen Villa zurück. In der Schule gilt Maik als langweiliger Außenseiter. Er wird nicht zur Geburtstagsparty seiner attraktiven und beliebten Klassenkameradin Tatjana eingeladen. Das schmerzt ihn sehr, da er heimlich in Tatjana verliebt ist. Maik hat von ihr ein aufwändiges Porträt gezeichnet, das er ihr zum Geburtstag schenken wollte. Als er die Zeit gelangweilt am Pool verbringt, taucht überraschend sein neuer Mitschüler Tschick auf. Der Russlanddeutsche, der ebenso in verwahrlosten Verhältnissen lebt und auch nicht zur Party eingeladen wurde, kann den schüchternen Maik dazu überreden, mit ihm in einem „geliehenen“ LADA einfach uneingeladen auf die Party zu fahren – und Tatjana die Zeichnung zu überreichen.

Anschließend will Tschick mit dem LADA seinen Großvater in der Walachei besuchen und lädt Maik dazu ein, ihn zu begleiten. Maik geht auf das Angebot ein

und gemeinsam begeben sie sich auf eine ereignisreiche, abenteuerliche Fahrt quer durch Ostdeutschland in Richtung Walachei. „Tschick“ wurde nach der Uraufführung ausschließlich Lob seitens der Fachkritik zuteil. Der Film sei „das perfekte Roadmovie – rasant, lustig und klug“ (Der Spiegel), „glaubwürdig und grandios“ (Die Zeit), „alles Wesentliche aus dem Roman ist enthalten“ (Süddeutsche Zeitung), „das

Lebensgefühl der literarischen Vorlage ist genau getroffen“ (Frankfurter Rundschau).