Sa. 30.07.2016 / 21:00 Uhr

VICTORIA

In Anwesenheit von Sebastian Schipper. Das vibrierende Ende einer Berliner Nacht: 140 Minuten ohne Schnitt

Ein kühnes Experiment ist dieser Film, der sich mit vitalem Furor gegen die sterile Perfektion der digitalen Bilder auflehnt und stattdessen Raum schafft für die Unabwägbarkeiten des Lebens. Es beginnt in einer schummrigenTechnoclubhöhle, in einem Meer aus flackernden Lichtern  und wummernden Bässen. Ganz langsam fischt die Kamera eine Figur aus der Masse der zuckenden Leiber, die junge Spanierin Victoria. Ihr zwischen Neugier und Unsicherheit schwankender Blick auf die Welt prägt den Film genauso wie der Mir-gehört-die-Welt-Machismo der vier Jungens, mit denen sie Minuten später vor dem Club rumsteht. Aus der verlängerten Clubnacht ergibt sich eine Liebesgeschichte, die sich wiederum in einen Krimi verwandelt. Der Lohn für das gesamte Filmteam bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2015 kann sich sehen lassen: Bester Film – Beste Regie – Beste Kamera – Beste Filmmusik, Beste weibl. Hauptrolle, beste männl. Hauptrolle!!!