So. 03.12.2017 / 11:00

MAUDIE

Aus dem Leben der kanadischen Folk-Malerin Maud Lewis.

© Photo by Duncan Deyoung, Courtesy of Mongrel Media

Standing Ovations bei der Berlinale 2017, Publikumsfavorit beim letzten Fünf Seen Filmfestival. Ein Film über eine ungewöhnliche, merkwürdig spröde Liebe, die in der kargen Landschaft an Kanadas Atlantikküste dann doch irgendwie zum Erblühen kommt. Seit ihrer Kindheit leidet Maud unter einer schweren Form der Arthritis, die fast jede Bewegung zur Qual werden lässt. Als ihr Bruder das Elternhaus verkauft, muss sie zu ihrer Tante in Nova Scotia ziehen. Maud fühlt sich dort sehr einsam, doch voller Lebenswillen. Sie nimmt das Angebot als Haushälterin bei dem mürrischen Everett an, der weiter draußen in einer Holzhütte lebt. Bald teilen sich die beiden ihren Alltag, kommen einander zögerlich näher und heiraten schließlich. Maudes Leidenschaft ist die Malerei. Sie beginnt ihr Heim mit ihren Bildern zu verschönern und wird nach und nach zu einer kanadischen Berühmtheit. Ihre Postkartenmotive und die kleinen Leinwände mit farbenprächtigen Motiven gelangen bis nach New York und Washington. Irgendwann erfüllen diese auch den wortkargen Everett mit Stolz. Was „Maudie“ erzählt ist eine ungewöhnliche, zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen kaum in der Lage sind, ihre Emotionen zu verbalisieren. Maud aber bewahrt sich durch die Malerei eine gewisse Unschuld und trotz ihrer Krankheit einen optimistischen Blick auf das Leben und die Welt.