Mo. 10.07.2017 / 20:00

NOSFERATU – PHANTOM DER NACHT

Werner Herzogs grandiose Hommage an Friedrich Wilhelm Murnaus NOSFERATU – EINE SYMPHONIE DES GRAUENS.

Bildrechte: Copyright "Deutsche Kinemathek - Werner Herzog Film"

Jonathan Harker, der mit seiner Frau Lucy im Wismar des 19. Jahrhunderts lebt, wird beauftragt, nach Transsilvanien zu reisen, um mit Graf Dracula über den Verkauf eines Hauses zu verhandeln. Dort empfängt und bewirtet ihn Graf Dracula in seinem Schloss. Ohne den vorbereiteten Vertragstext gelesen zu haben unterzeichnet Dracula, nachdem er ein Bildnis von Harkers Frau Lucy gesehen hat. In der Nacht wird Jonathan Harker von Dracula heimgesucht und gebissen. Der Vampir reist nun per Schiff in einem Sarg nach Wismar. Der schwer erkrankte und bleicher werdende Harker kehrt auf dem Landweg in seine Heimatstadt zurück. Als das Schiff mit Graf Dracula in Wismar anlegt, ist die gesamte Besatzung tot; nur Ratten scheinen auf dem Schiff zu leben. In der Stadt breitet sich die Pest aus. Als Harker Wismar erreicht, erkennt er in seinem fiebrigen Zustand seine Frau nicht mehr. Sie versucht, ihren Arzt Doktor van Helsing davon zu überzeugen, dass der nachts herumspukende Dracula die Ursache der Seuche ist. Als dieser den vermeintlichen Aberglauben ablehnt, fasst sie den Entschluss, Dracula selbst zu töten, indem sie ihn bis zum Morgengrauen bei sich hält. Tatsächlich verpasst der Vampir den Morgen und sinkt, vom ersten Sonnenstrahl getroffen, tot in sich zusammen. Doktor van Helsing, der die von Dracula gebissene, tote Lucy im Haus entdeckt, erkennt seinen Irrtum und tötet Dracula endgültig, indem er ihm einen Holzpfahl durchs Herz treibt. Jonathan Harker, dessen Verwandlung in einen Vampir inzwischen abgeschlossen ist, lässt van Helsing verhaften und reitet davon. Die surreal-gespenstische Atmosphäre der Filmausstattung wurde auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Klaus Kinski erhielt beim Deutschen Filmpreis das Filmband in Gold.