Di. 24.04.2018 / 20:00

Als Paul über das Meer kam – Tagebuch einer Begegnung

Ein Filmabend in Kooperation mit dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung

© Weydemann Bros. Juan Sarmiento G.

Paul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernen sich Paul und Filmemacher Jakob Preuss kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Nachdem Paul bereits zwei Monate in Abschiebehaft verbracht hat, findet Jakob ihn endlich in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder. Als Paul aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien beschließt nach Deutschland zu reisen. Der Film erzählt eine ganz persönliche Migrationsgeschichte und eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Regisseur und Protagonist im politisch brisanten Umfeld der europäischen Migrationsdebatte. Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen und er seine Mutter in Kamerun verlassen hat, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss…

Anschließend gibt es die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Regisseur Jakob Preuss und weiteren Gästen. Moderation: Anna-Lena Koschig, BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung

Dieser Abend ist eine weitere Kooperation des Stadttheaters und der Friedrich-Ebert-Stiftung. Erneut widmet er sich dem Thema Flucht, Migration und Integration. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf bereichernde Diskussionen.