ARCHIV FÜR April 2010

Di. 20.04.2010 / 20:00

TAKING WOODSTOCK

REIHE: DER BESONDERE FILM

Zum 40. Jubiläum von WOODSTOCK erzählt uns Ang Lee, der Meisterregisseur und Oscar–Preisträger (BROKEBACK MOUNTAIN, TIGER & DRAGON), die unglaubliche, aber wahre Geschichte eines „Summer of Love“, der das Leben einer ganzen Familie und eines ganzen Landes für immer verändern sollte: Ein junger Mann träumt von einer Karriere als Innenarchitekt in New York City; doch als er erfährt, dass das marode Motel seiner Eltern vor der Pleite steht, kehrt er in sein Heimatdorf zurück, um seinen Eltern zur Seite zu stehen. Dort in der ländlichen Heimat erfährt er über spektakuläre Zeitungsberichte, dass einem groß angekündigten Open-Air-Konzert die Genehmigung entzogen wurde. Er wittert für sich und seine Familie die Lebenschance schlechthin und bietet den Veranstaltern als Austragungsort die Kuhwiese auf dem elterlichen Grundstück an – ohne auch nur zu ahnen, welche gewaltige Welle er damit lostritt! Ein einfühlsamer, fröhlicher, mitreißender Film, der uns zwei wundervolle Kinostunden schenkt.

Mo. 19.04.2010 / 20:00

DER PIANIST

DER REGISSEUR ROMAN POLANSKI

Warschau 1939: Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen beginnt auch für den polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman die Zeit des Leids. Tagtäglich wird er Zeuge unerträglicher Demütigung und Brutalität. Nur mit viel Glück und dank der Hilfe des polnischen Untergrunds kann er der Todesfalle des Warschauer Ghettos entkommen. Getrennt von seiner Familie irrt er voller Angst durch die Stadt, die sich in eine leblose, erschütternde Ruinenlandschaft verwandelt hat. Eines Tages entdeckt ihn ein Offizier der deutschen Wehrmacht, der sein Schicksal verändern wird…  – Mit Demut und Intelligenz gedreht, erzählt der Film zwar nicht die eigene Geschichte des Regisseurs, aber es gibt keinen Zweifel daran, dass dies ein Film ist, den Polanski schon immer machen wollte. Er erhielt dafür den Oscar für die beste Regie und die Goldene Palme auf dem Filmfestival Cannes.

So. 11.04.2010 / 11:00

Paula Modersohn-Becker – Ein Atemzug

Reihe: KUNST + KÜNSTLER

Paula Modersohn-Becker wurde 1876 in Dresden geboren und kam 1898 nach Worpswede, wo sie bis zu ihrem frühen Tod 1907 in der Künstlerkolonie lebte und arbeitete. Seit 1900 gab es auch längere Aufenthalte in Paris. In ihren Bildern suchte sie das Ursprüngliche in Menschen und Dingen zu erfassen. Ihre Ausdrucksmittel sind durch starke Formenvereinfachungen und flächenhafte Farbwirkungen gekennzeichnet. Der Film von Nathalie David ist sinnlich, poetisch, ernst und schön. Er ist in sechs Kapitel unterteilt: I. Erste Tuschversuche, II. Birken, Kiefern und alte Weiden, III. Riesen, Riesen Paris, IV. Verliebt, verlobt, verheiratet, V. Ich bin ich, VI. Abschied. Eine wunderbare Symbiose aus Bild, Text und Musik.