ARCHIV FÜR Dezember 2011

Mo. 12.12.2011 / 20:00

Das Ende ist mein Anfang

Ein Film im Rahmen der Veranstaltungen der Hospizgruppe Landsberg

Am Ende seines ereignisreichen Lebens bittet Tiziano Terzani, erfolgreicher Autor und langjähriger SPIEGEL-Korrespondent , seinen Sohn Folco zu sich, um ihm die Geschichte seines Lebens zu erzählen, seiner Kindheit und Jugend in Florenz, seiner drei Jahrzehnte als Asienkorrespondent, schließlich der Reise zu sich selbst, als er auf Grund einer Krebserkrankung vom Journalismus Abschied nimmt und sich spirituellen Erfahrungen öffnet. Zwischen ihm und seinem Sohn ergeben sich große Momente der Vertrautheit und alte Spannungen können sich lösen. Nach dem Tod des Vaters wird Folco ein Buch herausgeben, das ein Bestseller wird: DAS ENDE IST MEIN ANFANG.

So. 11.12.2011 / 20:00

P I N A in 2D

“Tanzt, tanzt – sonst sind wir verloren“

Pina Bausch und Wim Wenders hat in über 20 Jahren ihrer persönlichen Freundschaft die Idee eines  gemeinsamen Tanzfilms nie losgelassen. Aber erst nach dem Tod der großen, im Sommer 2009 verstorbenen Choreographin, wurde das Projekt realisiert. PINA ist ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders mit den noch gemeinsam mit ihr ausgesuchten Choreographien „Le Sacre du Printemps“, „Vollmond“, „Café Müller“ und „Kontakthof“, mit einfühlsam eingesetzten Bildern und Tondokumenten aus ihrem Leben. Er lädt den Zuschauer ein auf eine sinnliche, bildgewaltige Entdeckungsreise mitten hinein auf die Bühne des legendären Ensembles und mit den Tänzern hinaus aus dem Theater in die Stadt und das Umland von Wuppertal – der Ort, der 35 Jahre lang für Pina Bausch Heimat und Zentrum ihres kreativen Schaffens war. Sehr poetisch, sehr sinnlich und wunderschön! Dank an Wim Wenders: Deutscher Filmreis 2011 für den besten Dokumentarfilm.

So. 11.12.2011 / 11:00

KONTAKTHOF von PINA BAUSCH

Momente des Glücks, getanzt von Damen und Herren ab 65

Per Zeitungsannonce suchte Pina Bausch Laiendarsteller ab 65, um mit ihnen ihr legendäres (1978 entstandenes) Stück neu zu inszenieren. Der Film folgt chronologisch den Stadien der Inszenierung und beobachtet die älteren Damen und Herren bei den schweißtreibenden Proben mit den Profis. Und je näher die Aufführung rückt, erschließt sich auch dem Zuschauer das Stück. Doch das eigentliche Thema sind die Menschen, ihre Ängste und Hemmungen, ihre Arbeit und Entwicklung, ihre Aufregung und ihre Begeisterung. Wenn sich alle nach der Vorstellung verbeugen, glücklich, erschöpft, dann bringt man diesen Menschen aufrichtigen Respekt entgegen. Ein wunderbar leichtfüßiger Film über Tanz, das Alter und das Glück. Bedacht mit dem Preis DER DEUTSCHEN FILMKRITIK.

Di. 06.12.2011 / 20:00

Biutiful

Ein Drama um den Überlebenskampf in der globalisierten Moderne

Der Film erzählt die Geschichte von Uxball: hingebungsvoller Vater, verzweifelter Liebhaber und Kleinganove im Untergrund. Ein Mann, den die Last seines Lebens und immer neuer Herausforderungen erdrücken würden, hätte er nicht die Liebe zu seinen Kindern. Ein Film über das Leben in einer aus den Fugen geratenen Welt. Und das Porträt eines Mannes, der anderen versucht zu helfen, um sich selbst zu retten. Alejandro Gonzáles Inárritu, dem wir Filme wie „Amores Perros“, „21 Gramm“ und „Babel“ zu verdanken haben, schrieb mit diesem Film ein Gedicht über Glaube, Liebe, Hoffnung. Herausragend: Javier Bardem als Uxball. Ein Film, der lange nachwirkt.

Mo. 05.12.2011 / 20:00

The tree of life

Die Natur weiß alles besser: Terrence Malicks Cannes-Siegerfilm

Sinnsuche, Familiengeschichte, Erinnerungsfragmente. Der neue Film des Regie-Mystikers Malick ist all das und noch viel mehr. Getragen von sinnlichen, epischen Bildern und ohne eine konsistente Handlung sucht THE TREE OF LIFE Antworten auf elementare Fragen: Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Wie werde ich frei?
Malick blickt auf den scheinbar ewigen Widerstreit zwischen der Unbarmherzigkeit der Natur und einer gütigen, beinahe gottähnlichen Gnade. Sein Credo ist eindeutig: beides steckt in uns, beides sind wir. Ein überwältigender Leinwand-Trip, der in Cannes völlig zu Recht die „Goldene Palme“ erhielt.