ARCHIV FÜR Dezember 2011

Mo. 12.12.2011 / 20:00

Das Ende ist mein Anfang

Ein Film im Rahmen der Veranstaltungen der Hospizgruppe Landsberg

Am Ende seines ereignisreichen Lebens bittet Tiziano Terzani, erfolgreicher Autor und langjähriger SPIEGEL-Korrespondent , seinen Sohn Folco zu sich, um ihm die Geschichte seines Lebens zu erzählen, seiner Kindheit und Jugend in Florenz, seiner drei Jahrzehnte als Asienkorrespondent, schließlich der Reise zu sich selbst, als er auf Grund einer Krebserkrankung vom Journalismus Abschied nimmt und sich spirituellen Erfahrungen öffnet. Zwischen ihm und seinem Sohn ergeben sich große Momente der Vertrautheit und alte Spannungen können sich lösen. Nach dem Tod des Vaters wird Folco ein Buch herausgeben, das ein Bestseller wird: DAS ENDE IST MEIN ANFANG.

So. 11.12.2011 / 11:00

KONTAKTHOF von PINA BAUSCH

Momente des Glücks, getanzt von Damen und Herren ab 65

Per Zeitungsannonce suchte Pina Bausch Laiendarsteller ab 65, um mit ihnen ihr legendäres (1978 entstandenes) Stück neu zu inszenieren. Der Film folgt chronologisch den Stadien der Inszenierung und beobachtet die älteren Damen und Herren bei den schweißtreibenden Proben mit den Profis. Und je näher die Aufführung rückt, erschließt sich auch dem Zuschauer das Stück. Doch das eigentliche Thema sind die Menschen, ihre Ängste und Hemmungen, ihre Arbeit und Entwicklung, ihre Aufregung und ihre Begeisterung. Wenn sich alle nach der Vorstellung verbeugen, glücklich, erschöpft, dann bringt man diesen Menschen aufrichtigen Respekt entgegen. Ein wunderbar leichtfüßiger Film über Tanz, das Alter und das Glück. Bedacht mit dem Preis DER DEUTSCHEN FILMKRITIK.

Mo. 05.12.2011 / 20:00

The tree of life

Die Natur weiß alles besser: Terrence Malicks Cannes-Siegerfilm

Sinnsuche, Familiengeschichte, Erinnerungsfragmente. Der neue Film des Regie-Mystikers Malick ist all das und noch viel mehr. Getragen von sinnlichen, epischen Bildern und ohne eine konsistente Handlung sucht THE TREE OF LIFE Antworten auf elementare Fragen: Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Wie werde ich frei?
Malick blickt auf den scheinbar ewigen Widerstreit zwischen der Unbarmherzigkeit der Natur und einer gütigen, beinahe gottähnlichen Gnade. Sein Credo ist eindeutig: beides steckt in uns, beides sind wir. Ein überwältigender Leinwand-Trip, der in Cannes völlig zu Recht die „Goldene Palme“ erhielt.