ARCHIV FÜR Dezember 2013

Mo. 23.12.2013 / 16:00

DIE LEGENDE VOM WEIHNACHTSSTERN

Ein weihnachtliches Märchen aus Norwegen für die ganze Familie

In Skandinavien war dieser Film einer der erfolgreichsten Filme des vergangenen Jahres. Der Regisseur Nils Gaup erzählt eine Weihnachtsgeschichte, für die Elemente aus verschiedenen nordischen Märchen zu einem stimmungsvollen Ganzen verbunden werden: Mit der Hilfe der Elfen des Waldes, dem großen braunen Bär und dem Nordwind gelingt es dem Mädchen Sonja, dem König auf der Suche nach dem Weihnachtsstern zu helfen, damit die verschollene Prinzessin zurückkehren kann.

Mi. 18.12.2013 / 16:00

DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER

Die dritte Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Erich Kästner

Erich Kästners pädagogisch wahrscheinlich ambitioniertestes  Buch wurde in dieser dritten Verfilmung nach Leipzig ins Internat des Thomaner-Chors verlegt und gibt der Geschichte damit einen deutsch-deutschen Gegenwartsbezug. Man probt dort gemeinsam für die Weihnachtsaufführung das Stück “Das Fliegende Klassenzimmer“ ohne zu ahnen, damit eine Kette turbulenter Ereignisse auszulösen, die aber am Ende eine versöhnliche und warmherzige Überraschung bereithält.

Mo. 16.12.2013 / 20:00

LIBERACE – BEHIND THE CANDELABRA

Die Geschichte des glamourösen Klavier-Genies und seines Geliebten

Auf den ersten Blick ist Steven Soderberghs (hoffentlich nicht letzter) Film eine Groteske, manchmal sympathisch bizarr und manchmal recht schaurig. Der berühmte Pianist und Entertainer Liberace und der junge Tierpfleger Scott sind fasziniert voneinander und beginnen eine Beziehung, die vor der Öffentlichkeit geheim bleiben muss. Homosexuelle haben in den Siebzigern  noch einen schweren Stand, erst recht, wenn sie im Rampenlicht stehen. Liberace wird immer obsessiver und beginnt, Scott in allen Bereichen seines Lebens zu kontrollieren, der immer mehr unter der besitzergreifenden Art leidet und dem Alkohol und härteren Drogen verfällt. Es ist keine Romanze mehr, ist nicht die Geschichte einer unanfechtbaren Schwulenliebe , von sympathischen Menschen, die einander alles bedeuten – sondern von zwei derangierten Gestalten, die einander wehtun. Michael Douglas und Matt Damon haben einen großartigen, hinreißenden Auftritt, fast verführerisch. Am Ende mag man sie doch, denn hinter der Fassade der Künstlichkeit entdeckt man ein ganz normales Paar, und man glaubt ihnen, dass sie einander geliebt haben. Auf ihre Art.

So. 15.12.2013 / 18:00

DIE PHANTASTISCHE WELT VON OZ

Der Zauberkünstler Oscar Diggs bezaubert die ganze Familie

Als überaus gelungene Anknüpfung an den Klassiker DER ZAUBERER VON OZ erleben wir über hundert phantasievolle Wesen und Geschöpfe in einer verzauberten Welt.

So. 15.12.2013 / 16:00

DAS PFERD AUF DEM BALKON

Ein Familienfilm über kuriose Situationen – märchenhaft und real zugleich

„Ich halte mich für normal und die meisten Menschen für nicht normal. Da es aber sehr viel mehr Nicht-Normale gibt, gelte ich als seltsam“ – sagt der 10jährige Mika, Held unseres wunderbaren Films über Asperger-Syndrom, Freundschaft, Anderssein und selbstverständlich auch Pferde.

So. 15.12.2013 / 11:00

MERET OPPENHEIM

Reihe: Kunst + Künstler – Eine Surrealistin auf eigenen Wegen

Ein Dokumentarfilm über das facettenreiche Werk und schillernde Leben der Künstlerin, die 1913 in Berlin geboren wurde, mit 18 Jahren nach Paris ging – und dort im Kreise von André Breton, Alberto Giacometti, Marcel Duchamps, Man Ray und Max Ernst ihr vielfältiges Werk begann.

Di. 10.12.2013 / 20:00

LA GRANDE BELLEZZA Cinema Italiano VHS/OmU

DIE GROSSE SCHÖNHEIT schillert zwischen Dekadenzsatire und Lebensbeichte

Obwohl er vor mittlerweile 40 Jahren einen gefeierten Roman geschrieben hat, konnte der hoch angesehene Autor Gambadrella diesem großen Erfolg nie ein Zweitwerk folgen lassen. Stattdessen arbeitet er als anerkannter Journalist, vergnügt sich auf Partys und  philosophiert so vor sich hin. Doch hinter der Fassade des Lebemannes  steckt ein höchst desillusionierter Mann, dem die oberflächliche Magie Roms mehr und mehr zusetzt. Auf der ausschweifenden Feier seines 65. Geburtstags blickt er zurück auf sein Leben. Um seinem Leben einen Sinn zu geben, würde er gern wieder schreiben, zumal ihm klar wird, dass alles vergänglich ist und auch er nicht ewig leben wird. Der Regisseur Paolo Sorrentino wandelt mit diesem rauschhaften Film auf den Spuren von Federico Fellini. Er schafft ein satirisches Gesellschaftsdrama über die Wichtigkeit der Nichtigkeit – und damit einen sinnlichen, visuell und akustisch atemberaubenden Film, überragend gespielt und von unbändiger Verve. Wie perfekt, dass wir ihn in der italienischen Originalsprache mit deutschen Untertiteln spielen können!

Mo. 09.12.2013 / 20:00

DAS MÄDCHEN WADJDA

Inmitten eines mittelalterlichen Systems versucht sie den Aufbruch in die Moderne.

Aber der wird ständig ausgebremst. In der saudi-arabischen Hauptstadt Riad, unter dem Regime der Wahhabiten, die den Islam extrem streng auslegen, führen Frauen ein Leben zweiter Klasse: möglichst unsichtbar in der Öffentlichkeit, beschränkt in der Berufswahl, beständig kontrolliert von Vätern, Ehemännern – und sogar von anderen Frauen. Unter Wadjas schwarzen Gewand blitzen lilafarbene Turnschuhe hervor, sie stellt viele Fragen und hat einen enormen Bewegungsdrang. Das poppige Fahrrad, das sie in einem Laden gesehen hat, wird zum Versprechen auf eine bessere Zukunft. Um das Geld dafür zu erwirtschaften, nimmt das Mädchen an einem Schulwettbewerb teil, für den sie die Verse des Korans auswendig lernen muss. Die Regisseurin Haifaa Al-Mansour schildert das Leben der Frauen in Riad mit einfühlsamer Präzision. Da ist Wadjas Mutter, deren Schönheit und Sanftheit den Vater nicht daran hindern, sich weitere Frauen zu nehmen. Da ist die Schulleiterin, die einen Liebhaber hat, ihre Zöglinge aber zu absolutem Konformismus anhält. Und natürlich ist da die umtriebige jugendliche Heldin, die inmitten dieses mittelalterlichen Systems den Aufbruch in die Moderne versucht und im Alleingang den Schleier von einem Land zieht, über das wir im Westen immer noch viel zu wenig wissen.

Mo. 02.12.2013 / 20:00

MUTTER UND SOHN

Der Berlinale-Hauptpreis-Gewinner 2013 aus Rumänien

Jetzt haben wir endlich einen neuen Termin für diesen Film, den wir vor 4 Wochen wegen eines technischen Defektes nicht aufführen konnten.

Die Geschichte aus der rumänischen Oberschicht ist kühl, klar und unspektakulär erzählt, auch wenn sie von der fast monströsen Mutterliebe handelt, mit der eine Frau ihren erwachsenen Sohn erdrückt, während sie alles tut, um ihn nach einem durch ihn verschuldeten Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang vor dem Gefängnis zu bewahren. Gerade in der nüchternen, dokumentarisch wirkenden Rekonstruktion des strategischen Feldzugs, den die Mutter in Gang setzt, um den Sohn zu schützen, erreicht der Film den deprimierenden Höhepunkt: Der rohe Materialismus und die arrogante, menschenverachtende Überzeugung, dass sich mit Geld alles richten lässt, nimmt einem den Atem. Ein beachtenswert inszenierter Film, der die komplexe Kunst des Einfühlungsschauspiels meisterhaft zur Anwendung bringt.

So. 08.12.2013 / 15:00

DIE ANDERE HEIMAT – CHRONIK EINER SEHNSUCHT

Die Heimat, die Fremde und die tausend Wege Sehnsucht dazwischen.

In großen epischen Zeitbildern erzählt  CHRONIK EINER SEHHNSUCHTvom beginnenden Exodus deutscher Bauern und Handwerkern in die Neue Welt. In endlosen Kolonnen ziehen Mitte des 19. Jahrhunderts die hochbeladenen Pferde-Fuhrwerke über Berge und Täler zum Rhein hinab, um von dort zu den Seehäfen zu gelangen, wo die Auswanderungsschiffe ins Ungewisse starten. Ein Abschied für immer, ein Aufbruch ohne Wiederkehr, Menschen auf der Suche nach dem Glück in einer anderen Heimat. Deutsche Geschichte, eine vergessene Wahrheit, eine Geschichte von Mut und vom Glauben an die Zukunft.

DIE ANDERE HEIMAT wurde an Originalschauplätzen im Hunsrück mit großem Aufwand an Bauten und historischer Ausstattung gedreht. Unterstützt von der regionalen Bevölkerung zwischen Rhein und Mosel folgt der Film dem Geist der weltberühmt gewordenen HEIMAT TRILOGIE und eröffnet ein filmisches Panorama, das dem Leben der einfachen Menschen und ihrer Sehnsucht nach einem besseren Leben gewidmet ist. Dabei wirft der Film wie selbstverständlich genau die Fragen auf, die Frage nach Zugehörigkeit, Tradition und Glaube auf der einen – Freiheit der Gedanken, und was man heute in Zeiten von Globalisierung und Mobilität noch als Heimat definieren kann, auf der anderen Seite.

Wegen doppelter Filmdauer :Eintritt 10 EUR.

Den Film zeigen wir in seiner wundervollen Länge mit einer Pause von 15 Min.

Wir fühlen uns sehr geehrt, dass uns Edgar Reitz zugesagt hat, persönlich anwesend zu sein.