ARCHIV FÜR Februar 2014

So. 15.02.2015 / 20:00

JERSEY BOYS

Clint Eastwoods wunderbares Filmportät über die Kultband “The Four Seasons”

Die Filmhandlung umfasst drei Jahrzehnte von der Gründung der Band  bis zu ihrer Aufnahme im Jahr 1990 in die “Rock and Roll Hall of Fame”. Vier junge Männer aus dem Armeleuteviertel in Newark, New Jersey gründen 1953 eine Rock- und Pop-Gruppe, die in den 1960ern als die Kultband “The Four Saisons“ bekannt werden. Der Film ist die Adaption des mit mehreren Theaterauszeichnungen ausgezeichneten Musicals, das mehr als 8 Jahre am Broadway lief und in der ganzen Welt auf Tournee war.

Mo. 10.02.2014 / 20:00

IMAGINE

Ein Film über die Welt der Blinden und die Kraft der Imagination. Der für heute geplante Film BLUE JASMINE kann aus technischen und dispositorischen Gründen erst am 24.03.14/20:00 gezeigt werden.

IMAGINE gehört zu den seltenen Filmen, die sich mit der Welt der Blinden beschäftigen.

In poetischer Sprache stellt der Film verschiedene, miteinander kommunizierende Menschen
dar, die nicht sehen können. Anhand der behutsam erzählten Geschichte eines mutigen und

einfühlsamen Lehrers wird der Zuschauer in die Sinneswelt Blinder und ihrer, mit hoher

intellektueller Leistung verbundenen Wahrnehmung der Umwelt eingeführt. Unbeschwerter
Humor und eine zarte Romanze sind weitere wesentliche Bestandteile des Filmwerks, das
sich durch die ungewöhnlich geduldige und von atmosphärischen, schönen Bildern geprägte
Inszenierung auszeichnet. Zwei Menschen in Lissabon, die sich verlieben, ohne einander
jemals gesehen zu haben.

Mo. 24.02.2014 / 20:00

AM HANG

Reihe: Literaturverfilmungen

Die Story fußt auf Markus Werners gleichnamigen, internationalen Buchbestseller. Der Schweizer Regisseur Markus Imboden, auch ein begabter Autor, hat eine kluge Drehfassung geschrieben, die den Plot ausweitet: im Buch dominiert der Dialog zwischen den Männern, im Film erscheint nun auch eine Frau als mitprägende Figur: Zwei Männer unterschiedlichen Alters begegnen sich zufällig in einem Hotel. Ein Musiker in den Fünfzigern mit Trennungsschmerzen und ein junger, forscher Anwalt. Das ist der Beginn eines packenden Beziehungsdramas über Irrungen und Wirrungen der Liebe. Und eine geheimnisvolle Frau.

Mo. 17.02.2014 / 20:00

NACHTZUG NACH LISSABON

Reihe: Literaturverfilmungen

Nach dem gleichnamigen Roman von Pascal Mercier wurde der Film mit einem sehr erlesenen, internationalen Darsteller-Ensemble in der Regie von Bille August gedreht und hatte im Februar 2013 auf der 63. Berlinale seine Premiere. Trotz kontroverser Kritiken war der Film dennoch erfolgreich, was nicht zuletzt an den hochkarätigen Darstellern gelegen haben dürfte. Außerdem entspricht die Handlung exakt der Struktur des Romans. Man muss nicht die Euphorie des Autors teilen, für den Bille Augusts Adaption „eine Erfahrung von hypnotischer Wucht“ war. Wer das Buch mochte, wird auch den Film lieben. Bitte sehr!

So. 16.02.2014 / 20:00

FRANCES HA

Ein wunderbarer Manhattan-Film im Stil der Nouvelle Vague

Frances, mit Ende zwanzig nicht mehr jugendlich, aber alles andere als erwachsen, zählt zu den hippen, gebildeten New Yorkern, denen alle Türen offen stehen – wenn sie nicht ständig über ihre eigenen Füße stolpern. Als Tänzerin ist sie nicht gerade erfolgreich, und doch tanzt sie mit uns, den verwunderten Zuschauern, durch die Peinlichkeiten und Glücksmomente ihrer Existenz, wirbelt leichtfüßig über die Straßen Manhattans, sprüht vor haltlosem Selbstbewusstsein, um dann wieder ratlos in die Welt zu starren. Frances ist eine junge Frau von heute, zugleich aber erscheint sie in unserer Welt indisponiert. Ein beglückender
Film, der bis in die kleinsten Nuancen eine wunderbare Leichtigkeit besitzt.

So. 16.02.2014 / 11:00

OLAFUR ELIASSON

Reihe: Kunst + Künstler

Seit Anfang der 90er Jahre hat der in Kopenhagen aufgewachsene Künstler ein gewaltiges Werk an Regenbögen, Sonnenuntergängen, Wasserfällen, Duftwänden, Nebel- und Lichtstrahlen aufgebaut. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Naturphänomenen und Technologie, Kunst und Wissenschaft. Eliassons Installationen, bei denen das Künstliche gleichberechtigt neben dem Natürlichen steht, erzeugen eine Erfahrung, die sinnlich, emotional und intellektuell zugleich ist.

Mo. 03.02.2014 / 20:00

DAS GLÜCK DER GROSSEN DINGE

Literaturverfilmung – nach einem Roman von Henry James

1897 erschien Henry James´ Roman “What Maisie  knew“, der in der Londoner High Society der vorletzten Jahrhundertwende angesiedelt ist. Die Regisseure Scott McGhee und David Siegel haben das Buch nun auf kluge, einfühlsame Weise ins Kino und in unser Jahrtausend überführt. In eine Zeit also, in der die Selbstverwirklichung und das individuelle Streben nach Glück zum Leitbild moderner Lebensführung erhoben worden ist. Die eben daraus auch immer wieder resultierende Wohlstandsverwahrlosung von Kindern ist allerdings nicht länger nur der Oberschicht vorbehalten. Eine ausgezeichnete Literaturverfilmung mit großartigen Darstellern.