ARCHIV FÜR Juli 2014

Mo. 30.06.2014 / 20:00

DER FLUSS WAR EINST EIN MENSCH

Im Mittelpunkt steht das Verhältnis von Mensch und Natur.

Ein junger Deutscher reist alleine durch die Wildnis des Okavango-Deltas in Botsuana. Er lässt sein Auto am Wegrand stehen und schließt sich einem einheimischen Fischer an, um mit ihm in seinem Boot durch die Gewässer zu treiben. Am Abend lassen sie sich an einem Lagerfeuer nieder, richten sich für die Nacht ein, kommen sich näher. Am nächsten Morgen, als der Deutsche erwacht, ist der Fischer überraschend gestorben. Ganz auf sich gestellt und ohne den Rückweg zu kennen, beginnt für den jungen Mann eine zermürbende Odyssee durch die Gefahren der Wildnis und die fremden Bräuche der Einheimischen. Mit beeindruckenden, meditativen Naturaufnahmen und einer auf das Wesentliche reduzierten Handlung geht der Film subtil auf die widersprüchliche Beziehung der Industrienationen zur Dritten Welt ein.

Als Vorfilm zeigen wir  U N W E I T, einen Kurzfilm von Eric Gand nach einem Gedicht von Rodja Weigand , der den Poesiefilm-Wettbewerb >GOETHE GOES VIDEO 2014< gewann. Die Worte des Dichters begleitet Eric Gand durch ruhige intensive Bilder und zeigt eindringlich, was ein guter Poesiefilm leisten kann.

So. 29.06.2014 / 20:00

MITTSOMMERNACHTSTANGO

Unterkühltes Finnland und Heiße Rhythmen?

Auf den ersten Blick mag das nicht zueinander passen. Allerdings behauptet der finnische Regisseur Aki Kaurismäki genau dies: nicht etwa Argentinien sei die Heimat des Tango, sondern das nordeuropäische Finnland. Eine humorvolle Hommage an den Tango, mit liebevollem Blick auf die Sprache der Musik, deren Melancholie unabhängig von Kultur und Herkunft verbindet. Wir erleben einige hochmusikalische Begegnungen: teils nachdenklich-philosophisch, teils skurril, immer um die Musik kreisend, authentisch und nah am Menschen.