ARCHIV FÜR Juni 2013

Mo. 24.06.2013 / 20:00

leben mit der energiewende

Eine Veranstaltung im Rahmen des 40jährigen Jubiläums BUND NATURSCHUTZ / Kreisgruppe Landsberg am Lech

„Die Energiewende macht den Strom unbezahlbar“ lautet eine der vielen Legenden gegen den Ausbau der regenerativen Energieträger. Das Gegenteil ist richtig: Ohne die Energiewende wird Strom und Wärme schon in absehbarer Zeit für Verbraucher und Wirtschaft unbezahlbar. Jeden Tag wird die Produktion von Öko-Strom billiger, aber die sterbende konventionelle Energieindustrie verteidigt mit ihrem politischen  Einfluss ihre alten Märkte. Der Journalist Frank Farenski entblättert mit seinem Film „“Das Leben mit der Energiewende“ eine deutsche Energiepolitik, die die Bürger die Bürger desinformiert und dem Verbraucher unter dem Deckmantel der Förderung regenerativer Energien viel zu hohe Kosten aufdrückt.

Der Filmautor Frank Farenski steht nach dem Film für Fragen zur Verfügung.

Di. 18.06.2013 / 20:00

take this waltz

Eine bittersüße Komödie mit ernsten Untertönen

Das romantische Meisterwerk ist nach Meinung vieler Kritiker einer der schönsten Filme des Jahres. Margot ist glücklich verheiratet mit Lou – bis sie im Flugzeug auf den Lebenskünstler Daniel trifft, der ihr ungewöhnlich aufmerksam zuhört –und sie plötzlich nicht mehr weiß, was sie denken und fühlen soll. Schon bald steht sie vor der Frage, ob sie an der Geborgenheit des Gewohnten festhalten oder dem Reiz des Neuen nachgeben soll. Eine uralte Situation! Richtig – aber hier wird das Beziehungsdrama auf ein erstaunlich neues Gelände geführt: auf eine aufregende Achterbahnfahrt mit einer Heldin, die vielleicht die richtige, vielleicht die falsche Wahl trifft und sich zwischen dem Möglichen und dem Wirklichen verzerrt.

Mo. 17.06.2013 / 20:00

wagner and me

eine bemerkenswerte dokumentation zum Wagner-Jahr!

Kann ein Kunstwerk unabhängig von seinem Künstler existieren bzw. welchen Einfluss hat die Persönlichkeit des Erschaffers auf die Qualität seines Werkes? Dies sind die Fragen von Stephen Fry, wenn er sich mit seinem Film auf die Spuren von Richard Wagner begibt. Obwohl er aus einer jüdischen Familie stammt und Angehörige durch den Holocaust verloren hat, ist der Schauspieler und Regisseur ein Verehrer der  Musik des Komponisten. Er interviewt  Historiker, Musiker und sogar Zeitzeugen des Holocausts und spricht mit ihnen über die Person Wagner, seine Werke, aber auch über seine antisemitischen Schriften und die Bedeutung seiner Opern im Dritten Reich.

So. 16.06.2013 / 11:00 bis 21:00

afrikanische welten

11:00  Uhr: KINSHASA-SYMPHONIE
Eine Ode an die Freude!

Zweihundert Orchestermusiker spielen in Kinshasa Beethovens Neunte. Der Film zeigt Menschen in einer der chaotischsten Städte der Welt, die eines der komplexesten  Systeme menschlichen Zusammenlebens aufbauen: ein Sinfonieorchester. Ein Film über die Menschen in Kinshasa und die Kraft der Musik.

R + B: Claus Wischmann, Martin Baer – Deutschland / D.R.Kongo 2011, L: 95 Min.

16:00  Uhr: SCHROTTBERG – VARIATIONEN
Ein Theaterstück für Kinder und Erwachsene vom Figurentheater “PAPPMACHÉ“

Der kleine Fidibus entdeckt in einem Schrotthaufen viele wertvolle Dinge und baut daraus eine Musikmaschine. Totes wird dadurch wieder lebendig und es kommt zu abenteuerlichen Begegnungen: Fidibus erfährt, was es heißt, gefangen zu sein und erlebt, wie die unvoreingenommene Begegnung mit dem Fremden, Andersartigem zum Verstehen, zu Freundschaft und Lebensfreude führen kann. Wenn die „“Musikmaschine“ der Münchener Künstler Meisi von der Sonnau  und Panos Papageorgiou  am Ende fertig ist, haben wir ein Stück mutiger, kindlicher Welteroberung vor Augen.

19:00 Uhr:   SOMETHING NECESSARY
Die Entwicklung einer demokratischen Kultur in Kenya



Der Film erzählt die Geschichte zweier Menschen vor dem Hintergrund der gewalttätigen Unruhen, die den kenianischen Präsidentschaftswahlen zum Jahreswechsel 2007/2008 folgten. Anhand der Hauptprotagonisten – einem Opfer der Gewalt und einem Mittäter – wird auch ein Schlaglicht auf den schwierigen Prozess der Aufarbeitung der Konflikte bis zu den aktuellen Neuwahlen 2013 geworfen.
R: Judy Kibinge – B: Rhesa Mungai – K: Adeyinka Edward Daniyan  – M: Matthias Petsche – D: Susan Wanjiru, Walter Lagat, Chomba Njeru1, D/Kenya  2013, L: 90 Min.


Di. 11.06.2013 / 20:00

searching for sugar man / OMU

die märchengleiche geschichte eines stars, der keiner sein sollte

Sixto Rodriguez -. noch nie gehört? Dabei war der Singer-Songwriter einst gefeiert wie Bob Dylan und Elvis Presley zusammen – allerdings ausschließlich in Südafrika. Hier wurde in den 70ern sein Album “Cold Fact“ zum Soundtrack der Antiapartheidbewegung. In Rodriguez´ Heimat, den USA, wusste niemand von seinem Ruhm, auch nicht  er selbst. Zwei südafrikanische Fans begeben sich eines Tages auf die Suche nach ihrem Idol, um das sich viele Gerüchte ranken, vor allem um dessen vermeintlichen Selbstmord. Was sie am Ende entdecken ist weit mehr, als sie sich vorstellen konnten. “Searching for Sugar Man“ ist die unglaubliche, märchengleiche Geschichte eines Stars, der keiner sein sollte, eines genialen Musikers, dessen Zeit noch nicht gekommen war. Der Film porträtiert die stille Seite des Ruhms und eine faszinierende Persönlichkeit. Immer dabei sind die Songs von Rodriguez, die es wert sind, endlich gehört zu werden. Bei der Weltpremiere 2012 auf dem Sundance Film Festival wurde der Film von der Jury und dem Publikum mit der Auszeichnung “Bester Dokumentarfilm“ bedacht. 2013 folgte der Oscar!

Mo. 10.06.2013 / 20:00

die wand

Reihe: Literaturverfilmungen

Die unerklärliche Grundbedingung dieses Romans von Marlen Haushofer ist gewagt: Eine Frau sieht sich durch eine unsichtbare Wand daran gehindert, die  menschenleere Berglandschaft, in der sie urlaubt, wieder zu verlassen. Sie muss mit der Einsamkeit zurechtkommen, ums Überleben kämpfen. Als Beschreibung einer psycho-physischen Extremsituation ist der Roman vielfältig interpretierbar. Dem österreichischen Regisseur Julian Roman Pölsler gelingt mit seiner Haushofer-Adaption  dennoch ein erstaunlich transparenter Film: Er übersetzt die alpin-surrealistische Vorlage in einen sehr konzeptuellen, zudem hochklassig fotografierten metamorphosischen Horrorfilm. Die Hauptfigur, Martina Gedeck, trotzt dem inneren Würgeengel fulminant, mutet sich in der Abgeschiedenheit Ackerbau und Tierhaltung zu, überantwortet sich dem Abgrund des falschen Bergidylls. Allein diese ungeheuere Intensität, mit der sie die Rolle gestaltet, macht den Film bereits zu einem großen Erlebnis.

So. 09.06.2013 / 20:00

renoir

Reihe: Kunst + Künstler

Der wunderbar lichte Film über die letzte Lebensphase des großen impressionistischen Malers Auguste Renoirs erzählt vom Malen unter Schmerzen, seinem Sohn Jean Renoir, der ein großer Filmemacher  wurde – und von derer beiden Muse: Völlig zurückgezogen lebt  der berühmte Maler auf seinem Anwesen in einer traumhaften Landschaft an der Cote d´Azur. Er ist belastet von einer schmerzhaften Arthritis und dem Tod seiner Frau. Ein neues Modell, die junge unbekümmerte Andrée erweckt in ihm neue Schaffenskraft. Sein Sohn Jean, der nach einer Verwundung im 1. Weltkrieg zu einem Genesungsurlaub auf den Landsitz des Vaters zurückkehrt, lebt ebenfalls durch Andrées Gegenwart auf und beginnt, aus dem Schatten seines hochverehrten Vaters herauszutreten. In Momentaufnahmen mit opulenten wie melancholischen Bildern  schildert der Film die Beziehung der jungen Frau zu dem alten Maler am Ende seiner künstlerischen Karriere und zu seinem Sohn, der vor noch vor dem Beginn seiner Karriere steht.