ARCHIV FÜR Juni 2014

Mo. 23.06.2014 / 20:00

MARTHA ARGERICH – BLOODY DAUGHTER

Die argentinische Pianistin - schon zu Lebzeiten eine Legende

Stéphanie Argerichs (die jüngste Tochter Martha Argerichs) Film in Sachen Familienforschung ergibt ein komplexes und reichhaltiges Künstlerinnenporträt, das sich keineswegs nur in reiner Bewunderung erschöpft. Die Haltung der Regisseurin mischt anerkennende Würdigung der Übermutter mit einer gesunden Neugier auf die zum Teil tabuisierten Hintergründe einer Laufbahn, die der argentinischen Pianistin nach Wunderkindheit und frühem Aufbruch ins ferne Europa drei Töchter aus gescheiterten Ehen bescherte. Und einen Lebensstil, der Unrast und Einsamkeit mit Exzessen und bohemienhafter Freizügigkeit verband. Stéphanie Argerichs Schlüsselsatz: „ I’m the daughter of an goddess“.

Mo. 02.06.2014 / 20:00

DAS ERSTAUNLICHE LEBEN DES WALTER MiTTY

Verfilmung der gleichnamigen Geschichte von James Thurber

Walter Mitty führt ein zurückgezogenes Leben. Seit Jahren arbeitet er im Fotoarchiv des renommierten LIFE! – Magazins. Er versucht dem grauen Alltag durch Tagträume zu entfliehen, in denen er heldenhafte Abendteuer erlebt und seine große Liebe findet. Eines Tages begegnet er seiner neuen Kollegin Cheryl und plötzlich ist die große Liebe Realität geworden. Doch Walter traut sich nicht, sie anzusprechen.

Ben Stiller hat mit einer wunderbaren Besetzung, einem tollen Soundtrack und bester

Kameraarbeit einen schönen, sehenswerten Film inszeniert.

So. 01.06.2014 / 20:00

AMERICAN HUSTLE

Ein cineastischer Geniestreich! Ein vitaler Fake!

Ein hinreißendes Spektakel ist dieser Film: ein wüstes, raffiniert aufgedonnertes Ding, so wie es sich für eine Geschichte aus den röhrenden Siebzigern gehört. Ein doppelbödiges Betrugsspiel mit viel Raum für verletzliche Gefühle und mit einem erlesenen, mitreißenden Cast. Allein das ist schon den Filmbesuch wert.

So. 01.06.2014 / 11:00

CARAVAGGIO

Reihe: Kunst + Künstler

Szenen aus dem Leben des genialen Malers Michelangelo Caravaggio (1573-1610), der eine Existenz weit außerhalb der gesellschaftlichen Normen führte. Derek Jarman (1942-1994) verfilmte absolut kongenial das Leben des Malers und übertrug dessen Bildsprache in ein aufregendes Filmporträt, das inzwischen zu den wenigen wirklich adäquaten Werken über Kunst und Malerei zählt.